Feld 2008/09 • Deutscher Hockey-Bund

2. Bundesliga - Damen

Szene aus dem Spiel Club Raffelberg (rote Trikots) gegen Club zur Vahr Bremen (4:0). Für beide Teams war es vorerst der letzte Auftritt in der 2. Bundesliga. Die beiden Absteiger müssen (und wollen) in der Regionalliga einen Neuaufbau starten.         Foto: Wolfgang Sternberger

 

Düsseldorf und Nürnberg oben!

Millimeterentscheidung für den DHC / Nürnberg durch Remis nach 70 Minuten am Ziel

07.06.2009 - Vieles erinnerte an die Fußball-Bundesliga-Entscheidung 2001: Schalke jubelte schon über die Meisterschaft und wurde nach fünf Minuten des Glücksgefühls ins Tal der Tränen gerissen, als Bayern München in der Nachspielzeit noch das Siegtor in Hamburg schoss. „Ja, so ähnlich war es bei uns jetzt auch“, verglich DHC-Trainer Jörn Eisenhuth den an Spannung nicht zu überbietenden Showdown in der 2. Liga Nord. Neuss feierte nach seinem 2:1-Sieg in Flottbek schon den Aufstieg, weil Düsseldorf beim Polo-Club angeblich „nur“ mit 6:1 gewonnen hatte. Bei Punkt- und Torgleichheit mit dem DHC hätte Neuss dank der mehr geschossenen Tore die Nase im Aufstiegskampf vorne gehabt. Doch dann riss die Nachricht vom 7:1-Sieg der Düsseldorferinnen den Konkurrenten Neuss jäh aus allen Träumen. „Als es Mitte der zweiten Halbzeit bei uns 3:0 stand und gleichzeitig Neuss 2:0 bei Flottbek führte, war das Thema Aufstieg für uns Utopie“, gestand Eisenhuth.
Spannend bis zur letzten Sekunde verlief auch die Aufstiegsentscheidung in der Süd-Gruppe. Im zum Endspiel gewordenen Duell zwischen dem Mannheimer HC und Spitzenreiter HG Nürnberg hatte der MHC beim Stand von 2:2 den zum Aufstieg reichenden Siegtreffer ein paar Mal auf dem Schläger. Doch am Ende jubelten die Fränkinnen über ihre direkte Rückkehr in die 1. Liga. Der Düsseldorfer HC hat noch nie in der eingleisigen 1. Liga gespielt und gehörte zuletzt 2001 der damals zweigeteilten Damen-Bundesliga an.
Derweil wurde die Abstiegsentscheidung an anderer Stelle entschieden. Durch einen „gemischten Abgang“ aus der 1. Bundesliga (mit Münchner SC ein Südverein, mit Eintracht Braunschweig ein Nordvertreter) steigen aus der zweiten Liga in beiden Gruppen die zwei letztplatzierten Mannschaften in die Regionalliga ab: Club zur Vahr Bremen und Club Raffelberg im Norden, Blau-Weiss Berlin und Wacker München im Süden.

 

Entscheidungen auf Sonntag verschoben

Neuss, Düsseldorf, Flottbek, Leverkusen gleichauf / Süd-Endspiel MHC gegen HGN

06.06.2009 - Die Entscheidung auf Sonntag verschoben, die Dramatik weiter erhöht – das sind die Erkenntnisse der Samstagsresultate. Im Spitzenspiel konnte Großflottbek den als Spitzenreiter angereisten Düsseldorfer HC mit 2:1 schlagen, dadurch Neuss die Nord-Tabellenspitze erringen, obwohl Schwarz-Weiß beim Polo-Club Hamburg nur einen Punkt mitnahm (2:2 und 1:2 im Penaltyschießen). Nun liegen vor der Schlussrunde vier Teams mit jeweils 30 Zählern an der Spitze, wobei Neuss (+51) gegenüber Düsseldorf (+47), Flottbek (+37) und Leverkusen (+18) das beste Torverhältnis besitzt. Neuss spielt am Sonntag bei Flottbek und könnte höchstwahrscheinlich aus eigener Kraft den Aufstieg perfekt machen. Düsseldorf dagegen muss bei Polo gewinnen und auf einen „passenden“ Ausgang des Spiels in Flottbek warten. Leverkusen wäre bei eigenem Sieg in Essen dann der kuriose Aufsteiger, wenn die Partie in Flottbek unentschieden endet und Düsseldorf bei Polo nicht gewinnt. In der Süd-Gruppe ist die Konstellation deutlich einfacher: Hier gibt es am Sonntag ein echtes Endspiel zwischen Gastgeber Mannheimer HC und Tabellenführer HG Nürnberg. Die HGN hat nach dem 2:0-Heimsieg gegen den TSV Mannheim zwar weiterhin drei Punkte Vorsprung auf den MHC (5:0-Auswärtserfolg in München). Doch schon ein 1:0-Sieg würde Mannheim aufgrund des fast gleichen Torverhältnisses (HGN +22, MHC +21) zum Aufstieg reichen. Am Tabellenende muss plötzlich auch der TSV Mannheim ernsthaft um den Klassenerhalt fürchten, sollten in der 1. Liga zwei Südclubs (MSC/TuSLi) runterkommen.

 

Showdown am Schlusswochenende

Können die Spitzenreiter Düsseldorf und Nürnberg ihren Erstligaaufstieg perfekt machen?

04.06.2009 - Showdown in der 2. Bundesliga 2008/09 der Damen. Am Schlusswochenende mit dem 13. und 14. Spieltag wird die Entscheidung darüber fallen, welche beiden Teams in die Eliteklasse hockeyliga 2009/10 hochgehen und welche beiden Mannschaften zusammen mit den bereits feststehenden Absteigern Club zur Vahr Bremen und HC Wacker München in die Regionalliga zurückgestuft werden. Die Spielplaner hätten es spannender nicht machen können: Bei dem direkten Aufeinandertreffen der Spitzenteams am Saisonschluss wird sich herausstellen, ob die augenblicklichen Spitzenreiter Düsseldorfer HC (Gruppe Nord) und HG Nürnberg (Süd) ihren Vorsprung vollends über die Ziellinie bringen, oder ob sie von den Verfolgern (Neuss und Großflottbek im Norden; Mannheimer HC im Süden) noch abgefangen werden. Deshalb schaut alles auf die Partien in Mannheim (am Sonntag gegen HGN) und in Flottbek (am Samstag gegen DHC, interessant aber auch der Sonntag gegen Neuss).
Die beiden nicht mehr vom 7. Tabellenplatz wegkommenden Mannschaften von Club Raffelberg (Nord) und BW Berlin (Süd) können nichts weiter tun, als die Hoffnungen auf ihren Klassenerhalt in fremde Hände zu legen. Für sie ist die Abstiegssituation der 1. Bundesliga entscheidend. Sollten ebenfalls jetzt am Wochenende zwei Erstligateams aus dem Süden absteigen (gefährdet sind Münchner SC und TuS Lichterfelde), dann dürfte Raffelberg jubeln, erwischt es dagegen zwei Nord-Erstligisten (in Frage kommen in erster Linie Klipper Hamburg und Eintracht Braunschweig, eventuell auch Harvestehuder THC), könnte BW Berlin noch den Kopf aus der Schlinge ziehen. Bei einem geographisch gemischten Abstieg aus der hockeyliga (je ein Nord-und ein Süd-Vertreter) müssen Raffelberg und Berlin runter.  Ansonsten die drei letzten Teams aus einer Zweitligagruppe und der Tabellenletzte der anderen.


Wochenprogramm

» Samstag, 6. Juni 2009

386 Großflottbeker THGC - Düsseldorfer HC 2:1 (0:1)
387 Club Raffelberg - RTHC Leverkusen 1:6 (0:2)
441 HG Nürnberg - TSV Mannheim Hockey 2:0 (2:0)
442 SC Frankfurt 1880 - TC Blau-Weiss Berlin 3:0 (0:0)
443 Eintracht Frankfurt - Zehlendorfer Wespen 0:1 (0:0)
388 ETUF Essen - Club zur Vahr 7:0 (3:0)
444 Wacker München - Mannheimer HC 0:5 (0:2)
385 Hamburger Polo Club - Schwarz-Weiß Neuss +2:2 (1:2) P. 2:1

» Sonntag, 7. Juni 2009

445 Wacker München - TSV Mannheim Hockey 0:1 (0:1)
389 Großflottbeker THGC - Schwarz-Weiß Neuss 1:2 (0:2)
390 Club Raffelberg - Club zur Vahr 4:0 (3:0)
391 Hamburger Polo Club - Düsseldorfer HC 1:7 (0:2)
392 ETUF Essen - RTHC Leverkusen 2:0 ( 1:0)
446 Mannheimer HC - HG Nürnberg +2:2 (1:2) P. 2:1
447 SC Frankfurt 1880 - Zehlendorfer Wespen 1:0 (1:0)
448 Eintracht Frankfurt - TC Blau-Weiss Berlin 5:1 (3:1)
 
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6./7. Juni 2009

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» Gesamter Spielplan
Gruppe Nord
1. Düsseldorfer HC 33
2. Schwarz-Weiß Neuss 33
3. Großflottbeker THGC 30
4. RTHC Leverkusen 30
5. ETUF Essen 18
6. Hamburger Polo Club 16
7. Club Raffelberg 7
8. Club zur Vahr 1
Gruppe Süd
1. HG Nürnberg 33
2. Mannheimer HC 31
3. SC Frankfurt 1880 27
4. Eintracht Frankfurt 25
5. TSV Mannheim Hockey 21
6. Zehlendorfer Wespen 20
7. TC Blau-Weiss Berlin 10
8. Wacker München 1
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